Teil 12: 5. Kapitel – Spione, Diebe und Herrscher (Teil 2)

Der Weg, der in den Tag führt Teil Eins – Karukora

Hörbuch, 12. Teil

Raul kratzte sich am Kopf und dachte nach. »Wer also sonst könnte nach meinem Leben trachten? Der Rat von Italmar vielleicht oder gar der Zares, der seine Macht schon lange über das Newton–Gebirge hinaus nach Süden ausdehnen will? Aber die haben hier in der Wüste alle keine Macht und keinen Einfluss. Der Na­menlose selbst? Unwahrscheinlich. Wen gibt es noch?«

»Ich weiß es nicht«, räumte Sahar ein. »Aber ich sitze seit Tagen an den Lagerfeuernder Karawansereien von Korus, in den schattigen Winkeln der Bazaare und in den Haus­eingängen der Gassen, warte und hoffe darauf, dass zufällig mein Gesuchter vorbeikommt. Ichlausche, höre dabei so manches: Gerüchte, halbe Sätze, Unruhe. Es sind Männer mit Macht, die diese Tat planen, und sie bewe­gen sich im Untergrund der Stadt wie ein Salmling in den schäumenden Bächen des Rauen Gebirges. Sie scheinen wohl über nahezu unbegrenzte Geldmittel zu verfügen, aber ich kenne sie nicht. Dies ist nicht meine Stadt, hier bin ich nicht zuhause. Ein Name wurde je­doch immer wieder angstvoll geflüstert: Druşba es Sakr, die Kalte Hand. Wie ich erfuhr, ist er der oberste Meister der Assassinengilde der Wüstenstadt.«

Sprecher: Nikolaus Klammer
Musik: Heinz Christian

Alle Rechte liegen bei den Künstlern

DER WEG, DER IN DEN TAG FÜHRT

Sechstausend Jahre sind vergangen, seit sich die  hochentwickelte Kultur der Vorgänger in ihrer Hybris selbst vernichtet  hat. Obwohl viele Länder der Welt dabei vollkommen zerstört wurden und  die heute unbetretbaren Jenseitigen Lande im Westen bilden, sind die  Vorgänger für die heutigen Völker nur mehr eine vage Erinnerung und ihr  enormes technisches Wissen ist fast vollkommen vergessen. Allein Märchen  und Sagen erzählen von ihnen und ihren Geheimnissen.

Doch noch immer kämpfen uralte Roboterarmeen und Kriegsmaschinen  östlich der großen Wüstenstadt Karukora in einer gewaltigen Schlacht,  die nicht enden will. Gibt es eine alte Landkarte, die durch diese  Ebenen des Ewigen Krieges nach Pardais, der Stadt des Friedens,  führt?  Der alte Märchenerzähler Alis ist davon überzeugt. Er gerät  auf  der Suche nach ihr zusammen mit seinem Enkel Selin, dem Kaufmann Juel  und dem jungen Mönch Sahar am Hof des grausamen Herrschers von  Karukora  in ein Kesseltreiben aus Intrigen, Verschwörungen und  finsteren  Mordplänen.

Und welches dunkle Geheimnis verbirgt sich wirklich hinter dem Weg, der in den Tag führt?

Transkript

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s